Xenia Desny

Xenia Desny wurde am 19. Januar 1894 in Kiew/Ukraine geboren. Bereits als Kind zeigte sie tänzerische Fähigkeiten. Vom Elternhaus unterstützt, erhielt Xenia die Möglichkeit, ihre Vorliebe durch eine qualifizierte Ausbildung zu perfektionieren.





So ist es nicht verwunderlich, dass sie schon als junges Mädchen phänomenale Erfolge in ihrer Heimat verbuchen konnte. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges und der Revolution in Russland floh sie nach Konstantinopel, wo sie kurzzeitig einem Varieté angehörte. Anfang der 1920er Jahre kam Xenia nach Berlin und startete eine erfolgreiche Leinwandkarriere.


Ihr Leinwanddebüt hatte sie in „Sappho“ (1921). Danach drehte sie unter der Regie von Johannes Guter die Filme „Die Schwarze Pantherin“ (1921), „Pariserinnen“ (1921) und „Bardame“ (1922). Mit ihren Hauptrollen in „Der Ruf des Schicksals“ (1922) und in „Die Prinzessin Suwarin“ (1923) gelang ihr der Durchbruch, mit dem sie zu den „stummen Stars“ avancierte.


Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere drehte sie unter anderem mit Lionel Barrymore „Dekameron-Nächte“ (1924), mit Willy Fritsch „Ein Walzertraum“ (1925) und „Die Boxerbraut“ (1926), mit Rudolf Klein-Rogge „Der Rosa Diamant“ (1926), mit Olga Tschechowa und Max Hansen „Familie Schimeck – Wiener Herzen“ (1926), mit Hans Albers „Küssen ist keine Sünd“ (1926) und mit Harry Liedtke „Der Soldat der Marie“ (1927).


Ferner drehte sie „Schützenliesel“ (1926), „Durchlaucht Radieschen“ (1927), „Die Bräutigame der Babette Bomberling“ (1927), „Madame macht einen Seitensprung“ (1927) und „Ein Rheinisches Mädchen beim rheinischen Wein“ (1927).
Nach Max Neufelds Produktion „Erzherzog Johann“ (1929) war ihre Karriere durch das Aufkommen des Tonfilms beendet.



 






Xenia Desny starb am 27. Juni 1962 in Roquefort-les-Pins Frankreich.